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Sri Lanka öffnet sich – tourasia vor Ort

Julien und Maxime haben das Land nach seiner Öffnung bereist – und es war unglaublich schön!

22.09.2021
Kategorie: Sri Lanka
Autor: Maxime Gratigny

Sri Lanka empfängt Touristen wieder mit offenen Armen

Um nach Sri Lanka einzureisen, braucht man das Impfzertifikat (doppelt geimpft, mindestens 2 Wochen nach der zweiten Impfung), einen PCR-Test (maximal 72 Stunden vor Abflug) sowie ein Visum. Die erste Übernachtung muss in einem Level-1 Hotel gebucht werden, wo der einzige PCR-Test vor Ort gemacht werden muss. Dieses darf bis zum negativen Resultat (24 – 48h) nicht verlassen werden. Für das Visum muss ein Online-Formular ausgefüllt werden. Der Visumsantrag wird in der Regel innert 24 Stunden bestätigt.

Liebevoll wird sie auch die Juwelinsel genannt – Sri Lanka, die Perle im Indischen Ozean. Diese von natürlicher Schönheit verwöhnte Insel, vereint über 1300 Kilometer Küstenlinie, sanft rollende Hügel und Berge sowie eine jahrtausende alte Geschichte.

Insgesamt acht Unesco Weltkulturerbe wie die Stadt Anuradhapura, wunderschön erhaltene Tempel und Buddhafiguren, die atemberaubende Felsformation in Sigiriya, Höhlenmalereien und Schreine eröffnen rund ums Land einen faszinierenden Einblick in das kulturelle Erbe des ehemaligen Ceylon. Colombo, das Zentrum Sri Lankas, verbindet mit modernen Einrichtungen, Kunst, Kultur und Festivals sowie dem Charme historischer Architektur und gelebter Traditionen die neue und alte Welt des Landes und heisst damit Besucher mit facettenreichen Interessen und vielfältigen Urlaubswünschen herzlich willkommen.

Ready to take off…

Wie empfohlen treffen wir uns drei Stunden vor Abflug am Flughafen Zürich beim Check-in 2. Unser Pass, PCR-Test, Visa sowie das Impfzertifikat werden geprüft und bereits nach einer halben Stunde ist das Check-In geschafft. Der Flug mit Qatar Airways nach Doha war etwa zur Hälfte ausgelastet. Wir schauen beim Abflug aus dem Fenster, verabschieden uns vom garstigen «Sommerwetter» der Schweiz und lassen uns durch die Wolken treiben. Beim Umsteigen in Doha sind wir erstaunt wie voll der Flughafen ist. Es scheint, dass doch viele Menschen wieder auf Reisen sind!

Der Weiterflug nach Colombo war sehr gut belegt, grösstenteils von Einheimischen. Pünktlich kommen wir morgens um 9 Uhr in Colombo an. In weniger als 40 Minuten durchlaufen wir die «Health Control», wo unsere Impfzertifikate geprüft werden, die «Immigration» und nehmen dann direkt unser Gepäck entgegen. Ayubowan Sri Lanka! Unser Fahrer und Guide Anura begrüsst uns herzlich und fährt uns ins Level-1 Hotel Mövenpick in Colombo. Anschliessend müssen wir uns einem PCR-Test unterziehen damit wir, bei negativer Auswertung, uns frei bewegen können. Bis zum Resultat (in der Regel innerhalb 24h) dürfen wir das Zimmer nicht verlassen, doch dies kommt uns gerade gelegen sodass wir uns nach dem Flug etwas im Zimmer entspannen können.

Am Nachmittag des nächsten Tages haben wir unser negatives Resultat erhalten. Jetzt kann unsere Reise definitiv losgehen! Unser erstes Ziel: Bentota. Dieser Ort ist bekannt für seinen kilometerlangen flachabfallenden Sandstrand und ist dank der hervorragenden Hotels auch perfekt für einen Badeferienaufenthalt geeignet. Hier wollen wir uns ein erstes Bild von der Lage der Hotellerie in Sri Lanka machen. Wir kommen mit dem Hotelpersonal sowie zwei jungen Männern am Strand ins Gespräch. Schnell merken wir wie gross die Freude ist erste Touristen wieder in Sri Lanka begrüssen zu dürfen. Wir erklären ihnen unseren Grund der Reise und schnell entsteht auf beiden Seiten Hoffnung auf baldige Besserung und rückkehrende Normalität. So flanieren wir den sonst menschenleeren Strand weiter entlang, geniessen das Rauschen der Wellen und versuchen uns den Ort voll mit Touristen vorzustellen.

Während wir den magischen Sonnenuntergang im weiter südlich gelegenen Hikkaduwa bestaunen, rennt plötzlich ein Sri-Lanker auf uns zu und ruft uns nach, wir sollen mitkommen. Eine Schildkröte am Strand! Wir rennen ihm also nach und tatsächlich: Eine riesige Schildkröte schwimmt im Meer direkt am Strand. Wir beobachten diese zuerst aus der Ferne bevor der Einheimische uns zu sich ruft und wir dieses über 100-jährige Tier aus nächster Nähe bestaunen können. Diese beeindruckenden Kreaturen kommen in diese Region um ihre Eier zu legen. Plötzlich taucht nebenan eine zweite Riesenschildkröte auf und macht diesen Abend, mit dem eindrücklichen Sonnenuntergang im Hintergrund, zu einem einzigartigen Start unserer Reise. Glücklich und zufrieden kommen wir im wunderschönen Boutique Hotel Tamarind Hill bei Galle an und geniessen ein vorzügliches sri-lankesisches Abendessen. Auch hier ist das Personal sehr freundlich und überglücklich wieder Gäste betreuen zu dürfen.

Die Erkundung des Galle Forts, einem UNESCO Weltkulturerbe, steht nun auf dem Programm. Zu Fuss flanieren wir auf den Mauern der alten Festung und lernen spannende Hintergründe der jahrhundertealten Geschichte. Nicht ganz nebenbei geniessen wir das Privileg diese Sehenswürdigkeit ohne einen einzigen anderen Touristen vorzufinden. Wow! Unterwegs kreuzen wir immer wieder den Weg mit Einheimischen, welche uns neugierig anschauen und ansprechen. Sie fragen woher wir sind, wie lange wir durch Sri Lanka reisen und wie die Covid-Situation bei uns zu Hause sei. Wir sind sehr positiv überrascht wie freundlich, wohlwollend und neugierig uns die Sri-Lanker empfangen.

Schliesslich verlassen wir die Südwestküste Sri Lankas und machen uns auf zum zweitgrössten Nationalpark des Landes: Yala. Unterwegs kann man richtiggehend beobachten wie sich die Vegetation von tropisch zu Savannen-ähnlich, dürr und trocken verändert. Nachmittags unternehmen wir eine erste Safari. Mit einem Jeep, der auf der Ladefläche eine Sitzbank hat, machen wir uns zusammen mit einem Naturalisten der Koragaha Lodge auf den Weg zum Haupteingang. In der Hochsaison kann es gut und gerne 200 Fahrzeuge haben die bei Öffnung des Parks anstehen. Heute Nachmittag sind es genau 0! Kaum im Park angekommen sichten wir bereits erste Tiere. Mithilfe unseres erfahrenen Guides sehen wir Sambarhirsche, Wildschweine, Elefanten, Wasserbüffel und auch viele tropische und migrierte Vogelarten. Als Highlight, und aus diesem Grund ist der Yala Nationalpark auch so bekannt, hatten wir das Glück drei Leoparden zu sehen. Einer davon ist aus weiter Ferne direkt auf uns zu- und an unserem Fahrzeug vorbeigelaufen. Was für ein unvergesslicher Anblick!

Ich nehme das Wort nicht oft in den Mund, aber was wir am nächsten Morgen erlebt haben ist eine «once-in-a-lifetime experience». Das Aufstehen um 4 Uhr morgens fällt uns entsprechend leicht, denn wir erahnen schon, dass die heutige Morgensafari eine atemberaubende Erfahrung sein wird. Wir treffen die äusserst professionellen und lustigen Guides der Kulu Safaris, Javana und Prem, und betreten wiederum als einzige den Park. Bereits zehn Minuten nach Parkeintritt sehen wir eine Ansammlung von rund 15 Krokodilen und einen sich ausruhenden Leoparden. Wahnsinn! Javana gibt uns im Verlauf des Morgens viele spannende Hintergrundinfos zu den gesichteten Tieren. Darunter Nashornvögel, Landschildkröten, Makaken, Warane u.v.m. Als absolute Höhepunkte dürfen wir sagen, dass wir diverse Elefanten, drei Leoparden sowie zwei extrem seltene und in der Natur kaum sichtbare Lippenbären zu Gesicht bekamen.

Mit unendlich vielen schönen Eindrücken verlassen wir den Süden des Landes und fahren in Richtung des Hochlandes. Die Fahrt vom trockenen, heissen Yala ins Hochland Sri Lankas ist wieder eine Fahrt in eine andere klimatische Gegend. Auf rund 1’000 m.ü.M. ist das Wetter tagsüber zwar heiss, nachts kann es aber auf angenehme 20 Grad abkühlen.

Ella, eine kleine Stadt im Hochland Sri Lankas, ist bekannt für die bezaubernde Landschaft mit Wasserfällen, Bergregenwald und Teeplantagen. Ein Paradies für alle Aktiv-Urlauber, so auch für uns. Unterwegs bieten die kurvigen Bergstrassen immer wieder atemberaubende Aussichten. Wir fahren also durch Ella und staunen sehr als wir vier Touristen durch den Ort laufen sehen. Es ist das erste Mal, das wir auf eine solche «Ansammlung» von Touristen treffen, weshalb uns der Anblick etwas merkwürdig erscheint. Unser Ziel ist der Mini Adam’s Peak. Nach einem 30-minütigen Aufstieg bietet sich uns eine herrliche Aussicht und wunderbare Fotomöglichkeiten über die gesamte Region. Beim Abstieg vom Gipfel setzten wir unsere Wanderung durch den Wald und kleine Bauerndörfer fort, wo wir das Leben der Einheimischen beobachten konnten. Schliesslich erreichten wir die Neun-Bogen-Brücke, ein eindrückliches Überbleibsel der britischen Kolonialzeit. Die 1921 fertiggestellte Brücke befindet sich mitten im Wald und verbindet Domodara und Ella mit dem Zug.

Die Strasse schlängelt sich von Ella weiter den Bergen empor, bevor wir auf rund 1’900 m.ü.M. Nuwara Eliya erreichen. Die Stadt ist auch als «Little England» bekannt. Überall kleine Cottages, Golfplätze, Tea Houses, ja sogar eine typische rote Telefonkabine ist zu sehen. Auch das Wetter könnte kaum englischer sein. Von Sonnenschein zu starkem Regenfall bis zu dichtem, undurchdringlichem Nebel haben wir in kürzester Zeit alles erlebt. Das Klima und die Höhe dieser Region begünstigten auch das Anbauen aller Arten von Gemüse und des Tees. Der weltberühmte Ceylon-Tee mit allerbester Qualität wird von hier aus in die ganze Welt exportiert. Wir halten also bei einer Teefabrik wo uns der Prozess der Ernte, Trocknung, Fermentierung und Verpackung gezeigt und uns ebenfalls die verschiedenen Qualitäten erklärt wird. Nach einem Bummel durch den eigenen Teeshop geht’s weiter bergab in Richtung Kandy. Die zweitgrösste Stadt des Landes beherbergt ein paar Sehenswürdigkeiten und dient vor allem als Zwischenstation auf dem Weg ins kulturelle Dreieck oder umgekehrt ins Hochland. Wir unternehmen einen Spaziergang durch das Zentrum und geniessen die schönen Aussichten am Kandy See und schiessen das eine oder andere Foto des Tempels des Heiligen Zahnes.

Unsere Fahrt führt uns weiter ins kulturelle Dreieck des Landes, wo die Landschaft wieder staubiger und trockener wird. Wir besichtigen den buddhistischen Felsentempel von Dambulla. Er gehört seit 30 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe. Nichtsdestotrotz ist der Besucherparkplatz wie leergefegt, ein paar fleissige Arbeiter welche die Stätte unterhalten, sind anzutreffen. Begleitet von ein paar Affen besichtigen wir die fünf Höhlentempel mit seinen imposanten Buddhastatuen und Wandmalereien. Kaum zu glauben wie gut erhalten diese teils aus dem 1. Jahrhundert vor Christus erstellten Figuren noch sind!

Wir machen uns auf den Weg zum wahren Highlight der Region: Dem Sigiriya Felsen. Der untere Teil der grossen Anlage beeindruckt mit seinen intelligent angelegten Wasserstrassen, welche vor rund 1600 Jahren von Menschenhand erbaut wurden. Immer wieder sind wir erstaunt wie sie schon zu dieser Zeit weit entwickelte Ingenieure waren. Von hier unten geht es rund 1200 Stufen aufwärts auf den Gipfel des Felsen. Es lohnt sich frühmorgens los zu gehen, wenn der Weg noch im Schatten ist und der Wind den Aufstieg erträglicher macht. Von ganz oben erwartet uns eine atemberaubende Aussicht auf die gesamte Anlage, die umliegenden Wälder und Nationalparks der Region.

 

Anschliessend besuchen wir den Kaudulla Nationalpark. Zusammen mit dem Minneriya Nationalpark bietet er Schutz und Raum für riesige Elefantenherden von teilweise bis zu 500 Elefanten. Wie im Yala Nationalpark sind wir in einem offenen Jeep unterwegs und bahnen uns unseren Weg zum riesigen Stausee des Parks. Schnell treffen wir auf einen ersten Elefanten und im Verlauf unserer rund dreistündigen Safari werden es sehr viele mehr sein. Diese Art Safari ist ein unbeschreibliches Erlebnis, da wir die Tiere in absolut freier Wildbahn beim Essen, baden, Kinder aufziehen oder ausruhen beobachten können. Und dies in einer wirklich wunderschönen Umgebung wie dem Kaudulla Nationalpark, direkt am See im Licht der untergehenden Sonne zu sehen ist ein Erlebnis das wir ganz sicher nicht mehr so schnell vergessen werden. Ebenfalls ist der Ort ein Paradies für Vogelbeobachtungen. Nicht nur Ornithologen kommen hier auf ihre Kosten, denn auch wir, vor dieser Reise wahrlich keine grossen Vogel-Fans, haben unseren Gefallen an diesen Tieren gefunden. Denn diese immense Diversität an grossen, kleinen, farbigen, singenden und jagenden Vögel lässt keinen kalt! Einmal mehr beeindruckt uns Sri Lanka mit seiner unvergleichlichen Natur und Tierwelt. Für ein solch kleines Land einfach nur eindrücklich!

Vom kulturellen Dreieck führt unsere Weiterreise an die Ostküste des Landes, einer touristisch noch eher unbekannten Region des Landes. Diese ist vor allem für seine traumhafte Küste mit kilometerlangen Sandstränden bekannt. Je nach Saison ist gerade die Arugam Bay mit seinen perfekten Wellen auch der absolute Traum eines jeden Surfers. Passekudah, unser erster Stopp im Osten, ist ein kleiner Ort mit wenigen Hotels. Der Ruf des schönsten Strandes auf der Insel eilt ihm voraus. Und wir werden nicht enttäuscht! Wir treffen auf eine kilometerlange Bucht mit puderzuckerfeinem Sandstrand und schattenspendenden Palmen. Im Meer erfrischen sich Einheimische wie auch Touristen, jedoch verteilen diese sich auf die grosse Bucht. Perfekt mittendrin, am schönsten Abschnitt des Strandes, liegt das wunderschöne Uga Bay Resort welches für ein paar ruhige Tage am Strand geradezu einlädt.

Wer keine ganze Woche nur Strandurlaub machen will oder dazwischen auch mal eine Abwechslung sucht, dem empfehlen wir eine Segelkreuzfahrt auf einem Katamaran. Vom rund 2,5 Stunden nördlich gelegenen Städtchen Trincomalee bietet die einzige Reederei Sri Lankas atemberaubende Ausflüge für 2-6 Nächte entlang der meist unberührten Ostküste an. Die qualitativ hochstehenden Segelschiffe sind komfortabel eingerichtet und bieten, je nach Grösse der Gruppe, Platz für 2 bis 18 Personen.

Unterwegs können wir die wildromantische Küste beobachten. Dabei werden wir von einer Gruppe von Delfinen begleitet welche, so scheint es uns, im Wasser spielend uns ihre Beweglichkeit beweisen wollen. Je nach Saison unternimmt man dann unterwegs auch eine Tour ins offene Meer für Walbeobachtungen. Wir geniessen die frische Meeresbrise, tanken Energie an der Sonne und erfreuen uns auch spassigen Aktivitäten wie Stand-up Paddeln, Fischen und Surfen. Ein absoluter Höhepunkt der Region ist der Pigeon Island Nationalpark. Wir schnorcheln über einem wunderbaren, intakten Korallenriff und treffen auf die farbigen Bewohner dieser Idylle. Alle Arten von Fischen über Schildkröten bis zu Riffhaien werden Teil dieses unvergesslichen Erlebnisses.

Zurück an Land ist es schon bald Zeit Abschied zu nehmen. Wir verlassen Trinco und verbringen unsere letzte Nacht etwas weiter nördlich im einzigartigen Jungle Beach Resort. Der Name ist Programm. Das Hotel wurde mitten im Dschungel erbaut, welcher direkt am wilden, unberührten und wunderschönen Jungle Beach mündet. Was für eine traumhafte Lage und ein krönender Abschluss einer Reise durch ein Land, das mit seiner immensen Diversität und seiner überaus freundlichen Bevölkerung unsere kühnsten Erwartungen übertroffen hat. Wir kommen zurück Sri Lanka, ganz sicher!

 

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