Yak in Ladakh - hautnah
.webp)
Yak, Dri und Dzo – wir klären auf
Yak sind eine Rinderart, die vor allem in Zentralasien vorkommt. Diesen imposanten Tieren begegneten wir während unseres Trekkings in Ladakh (Nordindien).
Yak ist die Bezeichnung für männliche Tiere, Dri für die Weibchen. Die domestizierten Tiere erreichen eine Höhe von etwa 150 cm und ein Gewicht von rund 700 kg. Übrigens: Die Ladakhis finden es immer lustig, wenn wir von Yak-Milch oder Yak-Butter reden – denn die gibt es streng genommen nicht, nur Dri-Milch und Dri-Butter.
Die Weibchen sind kleiner und leichter. Die fehlenden Hörner mancher Tiere haben nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern sind das Resultat einer Kreuzung mit Rindern – diese Mischlinge nennt man Dzo.
Wildlebende Yaks sind vom Aussterben bedroht. Man schätzt, dass nur noch etwa 15 000 Tiere existieren, vor allem in Tibet. Die Tiere, die wir gesehen haben, waren selbstverständlich domestiziert.
Die Yaks werden häufig von Nomaden gehalten. Die Dris liefern Milch, die zu Butter verarbeitet wird, etwa für den traditionellen Buttertee. Ihre Unterwolle wird zu Garn und Kleidung gesponnen, aus den gröberen Bauchhaaren fertigen die Nomaden ihre Zelte.
Am Abend standen plötzlich drei einzelne Tiere in diesem weiten Tal um unser Zelt herum.
Am nächsten Morgen, der erste schlaftrunkene Blick aus dem Zelt – und mit etwas Distanz sahen wir es: Eine Herde von etwa 100 Yaks weidete um unser Camp!
In der Regel sind die Tiere eher scheu und ziehen sich zurück, sobald man sich ihnen nähert. So nahm der Tag seinen gewohnten Lauf – in friedlicher Gesellschaft der Yaks.










