Yandabo – eine Zeitreise

Eine Zeitreise zum Töpferdorf Yandabo welches am Irrawaddy Fluss zwischen Mandalay und Bagan liegt. Idyllisch, authentisch und ländlich. Es lohnt sich!

07.08.2017
Kategorie: Myanmar
Autor: Rene Cathrein

Eine Zeitreise ins ländliche Myanmar zum Töpferdorf Yandabo

Für die Reise von Mandalay nach Bagan entschieden wir uns für einen Zwischenhalt in Yandabo. Wir bieten diesen Aufenthalt auch in unseren Rundreisen «Ursprüngliches Myanmar»  und «Myanmar aktiv erleben» an.

Die Fahrt von Mandalay nach Yandabo legten wir mit dem Auto zurück. Es war der 15. April und das Wasserfest Thingyian war schon voll im Gang. Wir hatten den Vorteil, dass wir uns in einem abgeschlossenen Wagen befanden…

Beim Wasserfest gibt es kein Entkommen

Die Fahrt dauerte knapp 3 Stunden und die letzte halbe Stunde führte über eine Naturstrasse und war für unseren Fahrer ziemlich anspruchsvoll. Glücklicherweise regnete es nicht… dazu später mehr. Das Dorf liegt idyllisch am Irrawaddy etwa in der Mitte zwischen Mandalay und Bagan.

Aussicht vom Yandabo Home auf den Irrawaddy

Yandabo Home

Unsere Unterkunft für zwei Nächte ist das Yandabo Home. Dieses stilvolle « Zuhause » mit nur 12 Zimmern ist der ideale Ort um auszuspannen und Ausgangsort für interessante Ausflüge in der Umgebung.

Zimmer im Yandabo Home

Badezimmer im Yandabo Home

Yandabo – auch ein Dorf der Büffel

Am späteren Nachmittag fuhren wir mit dem Boot 20 Minuten flussabwärts um das Büffeldorf zu besuchen. Etwa 3000 Büffel werden dort von den Bauern gehalten. Am Flussufer befindet sich ein Kloster und die Körperwäsche war in vollem Gang.

Abend-Toilette

Auch hier war die Thingyian Party schon voll am laufen. Zu lauter Technomusik wurde Wasser verspritzt und ausgelassen getanzt. Diese unbändige Lebensfreude, das Lachen der Kinder, diese friedfertige Stimmung… ein eindrücklicher Moment!

Man feiert das Wasserfest Thingyian Party

Ansonsten läuft das Leben sehr gemächlich ab. Der Ochsenkarren wurde noch nicht überall durch einen Traktor ersetzt und die Menschen pflegen einen freundschaftlichen Umgang mit ihren Tieren.

2 BS (Büffel Stärke)

Die grosse Schwester übernimmt die Verantwortung für ihre jüngeren Brüder und bringt diese wieder wohlbehütet nach Hause. Szenen wie sie bei uns nur noch selten zu sehen sind.

Ein allabendliches Ritual ist das Baden der Büffel im Fluss. Genüsslich liegen diese im Wasser und kühlen sich dort ab.

Afterwork-Party in Yandabo! Null Hektik, kein Stress… nur zufriedene Gesichter.

Es wird geraucht und geschwatzt

Ein Bild wie aus der Zeit gefallen. Aber immer noch ganz normaler Alltag in den ländlichen Gebieten von Myanmar.

Yandabo – das Töpferdorf

Am nächsten Tag machten wir mit der Hotelmanagerin eine Velotour. Yandabo ist im ganzen Land als Töpferdorf bekannt. In mehreren Familienbetrieben werden die Töpfe aus dem Lehm aus dem Irrawaddy-Flussbett geformt. Selbstverständlich ist alles Handarbeit, jeder Topf eine Einzelanfertigung.

Ein Topf entsteht

Unterwegs im Dorf liess ich es mir nicht entgehen, mich mit der Hotelmanagerin im Carambole zu messen. Ein spannendes Spiel welches ich dann knapp verloren habe.

Am nächsten Tag war unsere Weiterreise mit dem Auto nach Bagan geplant. Diese fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Es regnete ununterbrochen und sehr heftig sodass die Zufahrtstrasse des Hotels nicht mehr befahrbar war. So wurde das Hotelboot aus Mandalay geordert damit wir die Reise auf dem Fluss fortsetzen konnten. Gegen Mittag hörte es auf zu regnen und um drei Uhr fuhren wir dann mit dem Boot los Richtung Bagan. Kurz vor Ankunft dann noch diese eindrückliche Stimmung!

Abendstimmung auf dem Irrawaddy

Fazit

Wir können einen Aufenthalt in Yandabo nur empfehlen. Das «Yandabo Home» ist sehr schön gemacht und bietet einen erstaunlichen Komfort und einen freundlichen Service. Die vom Hotel organisierten Ausflüge sind interessant und geben einen Einblick in das Leben der ländlichen Bevölkerung. Der Aufenthalt lässt sich individuell auf zwei Nächte ausbauen… wir finden, es lohnt sich!

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