Die Shwedagon Pagode in Yangon

Shwedagon Pagode – das Wahrzeichen von Myanmar
Die Shwedagon Pagode ist ein absolutes Muss, wenn man sich in Yangon aufhält. Wir haben sie während unseres Aufenthaltes drei Mal besucht – jeweils am Morgen, Mittag und Abend.
Doch zuerst einmal die Fakten: Aus Aufzeichnungen von buddhistischen Mönchen geht hervor, dass die Pagode vor 2500 Jahren erbaut wurde. Zwei Brüder erhielten von Buddha Siddharta Gautama acht seiner Haare und brachten diese nach Myanmar. König Okkalapa liess diese in der knapp 10 m hohen Pagode einmauern. Über die Jahre vergrösserten verschiedene Könige die Shwedagon Pagode, bis sie ihre aktuelle Höhe von 110 m erreicht hat.
Sie ist vollständig mit Goldplatten bedeckt (man schätzt das Goldgewicht auf 60 Tonnen !) und auf ihrer Spitze befinden sich 4531 Diamanten.
Die Shwedagon Pagode kann durch vier Haupteingänge – nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet – betreten werden. Die Plattform, welche die Pagode umgibt, ist vollständig mit Marmor ausgelegt. Der Boden wird von Gläubigen gefegt, das begünstigt ein gutes Karma. Unzählige Stupas, Chedis, Schreine und Buddha-Figuren befinden sich rund um die Pagode.
Besuch zur Mittagszeit
Unseren ersten Besuch haben wir auf die Mittagszeit gelegt. Im Mai sind die Temperaturen sehr hoch, und dadurch befanden sich auch relativ wenige Leute dort. Ein anderer Grund wird wahrscheinlich auch der aufgeheizte Boden sein. Barfuss über die heissen Marmorplatten zu laufen ist eher grenzwertig – vor allem für uns Europäer, die an Schuhe gewohnt sind.
Aber nicht nur wir suchten uns einen schattigen Ort, um unsere Fusssohlen zu schonen. In dieser Hitze nehmen es alle gemütlich.
Besuch am Morgen
Am nächsten Tag waren wir morgens um sieben Uhr dort. Schnell merkten wir, dass sich bereits eine stattliche Anzahl von Einheimischen in der Pagode befanden. Viele kauften sich bei den Aufgängen Blumen, Früchte, Räucherstäbchen, Kerzen oder Goldblättchen als Opfergaben.
Einige Buddha-Figuren sind einem Wochentag zugeordnet. Die Gläubigen beten an der entsprechenden Figur mit dem Wochentag, an dem sie geboren wurden.
Die Stimmung ist ruhig. Die Gläubigen beten und übergiessen die Buddha-Statuen mit Wasser aus kleinen, silbernen Schalen. Keine Hektik ist zu spüren, der Tag beginnt wunderbar.
Besuch am Abend
Gleichtags begaben wir uns vor Sonnenuntergang ein letztes Mal zur Shwedagon Pagode. Die letzten Sonnenstrahlen tauchten die Pagode in ein goldenes Licht – ein einmaliger Anblick !
Immer mehr Menschen trafen ein, Prozessionen zogen an uns vorbei, Kinder rannten durch die Tempelanlage, Selfies wurden geschossen, ein Mönch verharrte über Stunden in tiefster Meditation, Nonnen liefen hintereinander um die Pagode, Touristen knipsten mit ihren Kameras. Es wurde gebetet, gegessen, gesungen… die Eindrücke waren überwältigend !
Die Sonne ging unter, und bald darauf wurde die Pagode beleuchtet – ein weiterer Höhepunkt. Es fiel uns schwer, nach fast drei Stunden diesen magischen Ort zu verlassen.


















