Hashima - die verlassene Insel

Hashima – dort, wo niemand mehr wohnt
Hashima, auch bekannt unter dem Namen Gunkanjima oder Battleship Island, ist eine verlassene japanische Insel südwestlich von Nagasaki. Während einer halbtägigen Tour kann man die Insel nach einer Überfahrt mit dem Boot besichtigen. Dieser Ausflug erfreut sich großer Beliebtheit, weshalb eine frühzeitige Reservation angesagt ist.
Die Firma Mitsubishi kaufte die Insel im Jahre 1890, um von dort aus auf dem Meeresboden Bergbau zu betreiben. Um die vielen Arbeiter unterzubringen, entstand hier im Jahre 1917 das erste Betongebäude Japans – 9 Stockwerke hoch.
In den folgenden Jahrzehnten wurde Hashima einer der dichtest besiedelten Orte der Welt, mit einer Bevölkerung von mehr als 5.200 Menschen. Heutzutage ist es kaum vorstellbar, wie die Menschen unter diesen prekären Umständen gelebt haben. Es existierten in dieser kleinen Stadt neben Wohn- und Verwaltungsgebäuden auch Tempelanlagen, Badeanstalten, Schulen, eine Turnhalle und ein Krankenhaus. Für Unterhaltung sorgten ein Kino, eine Kegelbahn sowie Gaststätten. Gemüse, Tee oder Kräuter wurden von den Bewohnern auf Dachgärten angebaut.
Infolge des Rückgangs der Kohleindustrie im Jahre 1974 wurde das kleine Eiland fluchtartig verlassen. Seit 40 Jahren sind die Gebäude der Verwitterung ausgesetzt und die Natur hat sich teilweise etwas Raum zurückerobert.
Die verlassene Insel war Drehkulisse für den James-Bond-Film „Skyfall“. Auf Google Street View erhält man Einblick in den gesperrten Teil, wo Szenen des Bond-Filmes gedreht wurden. Der virtuelle Rundgang führt zu den Ecken, welche für die Besucher nicht zugänglich sind.





