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Sri Lanka mit Kindern: Natur- und Tierparadies im Süden

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Debborah Cussedu
26.9.2025
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Unsere Mitarbeiterin Debbie hat mit ihren zwei Kindern im Alter von 7 und 9 Jahren einen Monat in Sri Lanka verbracht:

„Unsere Zeit in Sri Lanka war abwechslungsreich, spannend und voller unvergesslicher Eindrücke. Mit Kindern unterwegs zu sein war sehr angenehm, die Menschen vor Ort sind ausgesprochen kinderlieb. Wir fühlten uns überall willkommen. Besonders begeistert hat uns die Vielfalt der Insel. Von der beeindruckenden Natur- und Tierwelt der zahlreichen Nationalparks bis hin zu traumhaften Stränden – es gibt viel zu entdecken. Für diese Reise haben wir uns auf den Süden konzentriert. So konnten wir lange Fahrten vermeiden und trotzdem unglaublich viel erleben – perfekt für Familien, die entspannter reisen wollen.“

Ankunft in Colombo

Mit meinen „Babies“, wie Kinder unter 12 hier liebevoll genannt werden, landen wir frühmorgens in Colombo. Die Einreise läuft problemlos, dank des im Voraus eingeholten E-Visums. Auch unseren Fahrer haben wir zum Glück schon vorab organisiert, denn am Flughafen ist es hektisch. Auch vor den Geldautomaten, wo wir uns mit Sri-Lanka-Rupien eindecken, die für Märkte, Restaurants, kleine Shops und für Transportmittel benötigt werden.

Erste Tage in Midigama

Unsere erste Station ist Midigama, um anzukommen und um zu arbeiten. Unser kleiner Homestay ist mitten im grünen Dschungel. Schon nach kurzer Zeit entdecken wir Affen, Warane und natürlich die hier überall präsenten Pfaue. Mit dem Tuk Tuk sind wir schnell an den schönsten Stränden zwischen Mirissa und Ahangama, beim Essen mit Bekannten oder im Co-Working. Bald haben wir unseren Tuk-Tuk-Fahrer des Vertrauens, der uns überall hinfährt und auch wieder abholt, unkompliziert über WhatsApp. Dafür lohnt sich eine lokale SIM-Karte oder E-SIM, auch um Standorte auf Google Maps zu teilen oder den Preis anhand der Fahrzeit zu verhandeln.

Start der Rundreise: Galle

Eine gut einwöchige Rundreise bringt uns die vielfältige Flora und Fauna im Süden Sri Lankas näher. Wir starten in Galle. Die charmante Stadt mit reicher kolonialer Vergangenheit beeindruckt. Im alten, von den Portugiesen gebauten Fort finden sich lebendige Gassen mit guten Restaurants, schönen Läden und Cafés. Besonders spannend für Kinder wie auch Erwachsene ist ein Spaziergang auf den dicken Schutzmauern mit schönem Ausblick aufs Meer.

Safari-Abenteuer in Udawalawe

Die nächsten Tage erwarten uns Tierbeobachtungen in zwei der zahlreichen Nationalparks der Insel. Der Udawalawe-Nationalpark ist bekannt für seine Elefantenpopulation. Schon die Fahrt im offenen Jeep begeistert die Kinder – holprige Naturwege, Fahrtwind und Abenteuergefühl inklusive. Am Stausee mitten im Park dürfen wir kurz aussteigen für Fotos, es herrscht eine stimmungsvolle Atmosphäre. Auf zwei Safaris sehen wir Elefantenfamilien, Krokodile und Büffel sowie flinke Mungos und bunte Vögel in ihren natürlichen Lebensräumen.

Yala Nationalpark und Kulu Safaris

Der Yala-Nationalpark ist wohl der bekannteste des Landes – und entsprechend gut besucht. Wir hören von langen Reihen von Geländewagen. Für uns beginnt das Erlebnis allerdings mit einem Highlight der Reise: unserer Unterkunft Kulu Safaris. Die Safari-Zelte sind komfortabel, mit eigenem Bad, mitten in der Natur an einem See. Jede Mahlzeit wird an einem anderen Ort auf dem hübschen Gelände serviert – liebevoll zubereitete lokale Küche. Das Camp bietet eigene Fahrzeuge und erfahrene tolle Ranger, die genau wissen, in welchem Abschnitt der Park am schönsten ist. So gefällt uns der Yala-Nationalpark am Ende sogar noch besser. Er zeigt eine wunderschöne Vegetation, und neben anderen Tieren haben wir auch das Glück, einen Leoparden zu sichten. Die hiesige Population gilt tatsächlich als eine der dichtesten weltweit.

Zurück an die Südküste: Tangalle

Zurück an die Südküste – nach Tangalle. Die Strände hier sind weit und wild, oft menschenleer, aber meist mit hohen Wellen und Strömungen. Baden ist vor allem mit Kindern eingeschränkt, stellenweise gibt es allerdings durch vorgelagerte Felsen etwas ruhigere Abschnitte, die sich zum Erfrischen eignen. Uns gefällt es hier sehr gut. Die Kinder suchen Einsiedlerkrebse und spielen Wellenfangen, viele Hotels in der Umgebung haben außerdem einen Swimmingpool.

Letzte Station: Mirissa

Unsere letzte Station ist Mirissa. Der Ort ist sehr belebt, es gibt wie überall an der Küste viele Surfer, Hotels aller Kategorien, Bars und Läden. Unsere Tochter freut sich über ihre geliebten Gnocchi, wir bereiten uns auf ein weiteres besonderes Erlebnis vor.

Whale Watching vor Mirissa

Ein letztes Mal müssen wir früh aufstehen für eine Whale-Watching-Tour. Unser Katamaran gehört mit Abstand zu den besten Schiffen, mit viel Platz und genug Liegeflächen. Auch die Crew ist toll und es gibt gutes Frühstück sowie Mittagessen. Tiersichtungen sind natürlich immer Glückssache, und wieder meint es Sri Lanka gut mit uns. Wir sehen Finnwale, Gruppen von Grindwalen und werden zweimal von Delfinen ganz nah am Boot begleitet. Unvergessliche Momente – und wir sind froh, dass unser Anbieter Wert auf nachhaltigen und respektvollen Tourismus legt.

Begegnung mit der Sambol Foundation

Eine weitere Woche verbringen wir im Bezirk Matara, wo sich auch die Sambol Foundation befindet. Die Organisation setzt sich nachhaltig für gewaltbetroffene Frauen und Kinder ein und hat schon viel bewegt. Aktuell entsteht hier das größte Schutzhaus Asiens. Wir nehmen am Sambol-Gedara-Kochkurs teil, ein Eingliederungsprojekt, das Frauen eine neue Perspektive ermöglicht. Nach einem gemeinsamen Marktbesuch kochen wir unter Anleitung ein traditionelles Menü unserer Wahl. Der Kurs findet in einer von der schweizerischen Botschaft in Sri Lanka mitfinanzierten und neu umgebauten Location statt.

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