Yandabo - eine Zeitreise

Eine Zeitreise ins ländliche Myanmar zum Töpferdorf Yandabo
Für die Reise von Mandalay nach Bagan entschieden wir uns für einen Zwischenhalt in Yandabo. Wir bieten diesen Aufenthalt auch in unseren Rundreisen «Ursprüngliches Myanmar» und «Myanmar aktiv erleben» an.
Die Fahrt von Mandalay nach Yandabo legten wir mit dem Auto zurück. Es war der 15. April und das Wasserfest Thingyian war schon voll im Gang. Wir hatten den Vorteil, dass wir uns in einem abgeschlossenen Wagen befanden…
Beim Wasserfest gibt es kein Entkommen
Die Fahrt dauerte knapp 3 Stunden, die letzte halbe Stunde führte über eine Naturstrasse und war für unseren Fahrer ziemlich anspruchsvoll. Glücklicherweise regnete es nicht… dazu später mehr. Das Dorf liegt idyllisch am Irrawaddy, etwa in der Mitte zwischen Mandalay und Bagan.
Aussicht vom Yandabo Home auf den Irrawaddy Yandabo Home
Unsere Unterkunft für zwei Nächte war das Yandabo Home. Dieses stilvolle «Zuhause» mit nur 12 Zimmern ist der ideale Ort zum Entspannen und Ausgangspunkt für interessante Ausflüge in der Umgebung.
Zimmer im Yandabo Home Badezimmer im Yandabo Home Yandabo – auch ein Dorf der Büffel
Am späteren Nachmittag fuhren wir mit dem Boot 20 Minuten flussabwärts, um das Büffeldorf zu besuchen. Etwa 3000 Büffel werden dort von den Bauern gehalten. Am Flussufer befindet sich ein Kloster und die Körperwäsche war in vollem Gang.
Abend-Toilette
Auch hier war die Thingyian-Party schon voll am Laufen. Zu lauter Technomusik wurde Wasser verspritzt und ausgelassen getanzt. Diese unbändige Lebensfreude, das Lachen der Kinder, diese friedfertige Stimmung… ein eindrücklicher Moment!
Man feiert das Wasserfest Thingyian-Party
Ansonsten läuft das Leben sehr gemächlich ab. Der Ochsenkarren wurde noch nicht überall durch einen Traktor ersetzt und die Menschen pflegen einen freundschaftlichen Umgang mit ihren Tieren.
2 BS (Büffel Stärke)
Die grosse Schwester übernimmt die Verantwortung für ihre jüngeren Brüder und bringt diese wohlbehütet nach Hause – Szenen, wie man sie bei uns nur noch selten sieht.
Ein allabendliches Ritual ist das Baden der Büffel im Fluss. Genüsslich liegen diese im Wasser und kühlen sich dort ab.
Afterwork-Party in Yandabo!
Null Hektik, kein Stress… nur zufriedene Gesichter. Ein Bild wie aus der Zeit gefallen – aber immer noch ganz normaler Alltag in den ländlichen Gebieten von Myanmar.
Yandabo – das Töpferdorf
Am nächsten Tag machten wir mit der Hotelmanagerin eine Velotour. Yandabo ist im ganzen Land als Töpferdorf bekannt. In mehreren Familienbetrieben werden Töpfe aus dem Lehm des Irrawaddy-Flussbetts geformt. Alles ist Handarbeit, jeder Topf ein Einzelstück.
Ein Topf entsteht
Unterwegs im Dorf liess ich es mir nicht entgehen, mich mit der Hotelmanagerin im Carambole zu messen. Ein spannendes Spiel, das ich dann knapp verloren habe.
Am nächsten Tag war unsere Weiterreise mit dem Auto nach Bagan geplant. Diese fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Es regnete ununterbrochen und so heftig, dass die Zufahrtsstrasse des Hotels nicht mehr befahrbar war. Also wurde das Hotelboot aus Mandalay geordert, damit wir die Reise auf dem Fluss fortsetzen konnten. Gegen Mittag hörte es auf zu regnen und um drei Uhr fuhren wir mit dem Boot los Richtung Bagan. Kurz vor der Ankunft erlebten wir diese eindrückliche Stimmung:
Abendstimmung auf dem Irrawaddy
Fazit
Wir können einen Aufenthalt in Yandabo nur empfehlen. Das «Yandabo Home» ist sehr schön gestaltet und bietet erstaunlichen Komfort sowie freundlichen Service. Die vom Hotel organisierten Ausflüge sind interessant und geben einen Einblick in das Leben der ländlichen Bevölkerung. Der Aufenthalt lässt sich individuell auf zwei Nächte ausbauen – wir finden, es lohnt sich!


















